Schladern 01.05.2020

 

Inzwischen hat sich einiges in Sachen Wildschweinen getan :

 

Unsere Bürgermeisterin Alexandra Gauß hat uns am 20.01.2020 zusammen mit Sebastian Knöbel vom Ordnungsamt besucht und sich selbst ein Bild von der Situation in Schladern gemacht. In einem Schreiben an Landrat Schuster hat sie die Problematik beschrieben und ihn um Unterstützung gebeten.

 

Das Forstamt will weiterhin keine Jagd im Naturschutzgebiet im Ort durchführen bzw. erlauben : 'Aus juristischer Sicht ist eine Jagdausübung in dieser Fläche leider nicht möglich.'. Das Gebiet wird, was den dauerhaften Aufenthalt der WIldschweine angeht, als 'sehr untergeordnet' bezeichnet. 

Abhilfe soll eine 'erheblich gesteigerte Jagdintensität' um Schladern herum schaffen. Dazu beitragen sollen der örtliche Forstbeamte Herr Koch, Pächter Herr Sirch, Pirschbezirksinhaber Herr Bütt und als Vertreter des Bürgervereins Klaus Poppe. Gemeinsam soll eine konzeptionelle Bejagung überlegt werden, wobei auch weitere Ansitzeinrichtungen in der Peripherie denkbar sind.

 

Wir sind alle gespannt, wie sich die Situation weiter entwickeln wird.

 

Im Moment (Ende April / Anfang Mai) hat sich die Lage deutlich beruhigt : es werden zwar weiterhin Wildschweine im Naturschutzgebiet gesichtet, aber der ständige Durchzug großer Wildschweinrotten durch den Ort findet nicht statt. Grund dafür sind sicherlich die seit Wochen anhaltenden Bauarbeiten in der Bodenbergstraße, sowie die umfangreichen Waldrodungen am Bodenberg. Die Landschaft von Schladern Richtung Höhnrath hat sich durch die Fällung der zahlreichen abgestorbenen Bäume total verändert.

 

Unter 'Impressionen' haben wir zahlreiche Bilder vom 'neuen' Bodenberg hinterlegt.

Zu den Bildern

                                                                                                                                                                                                                                   Schladern 16.01.2020

 

Organisiert vom Bürgerverein Schladern haben sich betroffene Bürgern/Bürgerinnen zusammengesetzt und gemeinsam überlegt, wie die Wildschweinplage in Schladern entschärft werden kann - wohl wissend, das die Wildschweine nicht vollständig aus dem Ort vertrieben werden können.

 

Hier unser Schreiben an die beteiligten Parteien :

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wie bereits mehrfach von der Presse berichtet, verwüsten seit etlichen Jahren  Wildschweine immer wieder die Wiesen und Gärten von Bürgern in Windeck Schladern. Die Situation hat sich im letzten Jahr erneut deutlich verschärft : die Wildschweine sind mittlerweile zu einer regelrechten Gefährdung geworden, denn sie halten sich, teilweise wochenlang, auch tagsüber mitten im Ort auf.

 

Hier einige Beobachtungen der letzten Tage : Samstag 04.01.2020 um 7:30 wird  eine Wildschweinrotte in der Burg-Windeck-Straße gesichtet, am Sonntag den 05.01.2020 werden zwei Frischlinge und eine Bache um 13:30 in einem Garten Burg-Windeck-Straße gefilmt, am 06.01.2020 kurz nach 7 Uhr laufen mehrere Wildschweine in der Bodenbergstraße durch die Gärten. 

In der Bodenbergstraße befindet sich auch die Grundschule, die Kinder kommen schon seit Jahren morgens per 'Walking-Bus' zu Fuß in die Schule.

 

Was kann zur Gefahrenabwehr unternommen werden ?

 

Wir, die Schladerner Bürger, haben eine Ortsbegehung mit anschließender Besprechung mit Dr. Möhlenbruch (Kreisjagdberater des Rhein-Sieg-Kreises und Vorsitzender des Kreisjagdbeirates), Herrn Löbach (Untere Jagdbehörde) und Herrn Knöbel (Ordnungsamt Gem. Windeck) durchgeführt, wir hatten Kontakt mit Herrn Hübinger (Forstbehörde) und haben Gespräche mit Jagdpächter Herrn Sirch geführt. 

Wir haben uns am 14.01.2020 zu einer Besprechung getroffen, an der u.a. auch zwei aktive Schladerner Jäger teilgenommen haben.

 

Hier unsere Forderungen um die Situation im Ort Schladern zu entschärfen, die 

 

Wildschweine aus dem Ort zu vertreiben bzw. erst gar nicht in den Ort kommen zu lassen :

 

1. An die Gemeinde Windeck - Bürgermeisterin Fr. Gauß

  • zentralen Ansprechpartner / Koordinator für die Bürger - auch gegenüber der Forstbehörde und der Unteren Jagdbehörde) – zu benennen

  • Massnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit im Ort zu gewährleisten

 

2.  An die Untere Jagdbehörde – Herrn Löbach

  • eine Jagd im Naturschutzgebiet 'Höffer ' im Ort zu genehmigen (wurde bei der Ortsbegehung durch Herrn Dr. Möhlenbruch sogar ohne Sondergenehmigung als durchführbar bewertet)

  • dem Jagdpächter Herrn Sirch die Nutzung eines Nachtzielgerätes zu gestatten (um in den Ort zu gelangen, ziehen die Tiere durch sein Jagdrevier)

 

3. An die Forstbehörde – Herrn Hübinger

  • Aufstellen eines Hochsitzes im Naturschutzgebiet 'Höffer'

  • wiederholte Jagd auf Wildschweine im Naturschutzgebiet 'Höffer' durchführen 

  • alternativ : Jägern (auf die der Bürgerverein zugreifen kann) die Jagd im Naturschutzgebiet 'Höffer' zu gestatten

  • weiterhin regelmässig Drückjagden im Raum Höhnrath/Hahnenbach/Kölschbach durchführen

  • Jagden im Krummauel auch ortsnah (angrenzend an Waldbrölerstraße) durchführen

 

4. An Jagdpächter Herrn Sirch :

  • nach Genehmigung eines Nachtzielgerätes dieses zielgerichtet zu regelmäßigen Jagden am Bodenberg zu nutzen

 

5. An die Schladerner Bürger :

  • die Wildschweine keinesfalls füttern, Kompost sichern

  • Rückzugmöglichkeiten für die Schweine auf dem eigenen Grundstück entfernen (Brombeersträucher, Dikicht) 

 

Wir bitten Sie, unsere Sorgen und Ängste ernst zu nehmen und uns eine kurzfristige, hoffentlich positive Rückmeldung zu geben.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Bernd Hundenborn

Vorsitzender Bürgerverein Schladern 

 

 

Frischlinge am 05.01.2020 um 13:30 im Garten hinter Haus Burg-Windeck-Straße

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